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Offizielle Erklärung des Deutschen Brauer-Bund e.V. zur Medienkampagne "Glyphosat im Bier" des Münchner Umweltinstitutes

Wir haben am 25. Februar 2016 die im Rahmen einer Medienkampagne des Vereins „Münchner Umweltinstitut“ veröffentlichte Untersuchung zur Kenntnis genommen, die sich gegen die europaweite Neuzulassung von Glyphosat richtet. Aus Sicht der Brauwirtschaft bezweckt der Verein durch Skandalisierung eine Verunsicherung der Verbraucher zur Durchsetzung politischer Ziele. Man bedient sich des populären Lebensmittels Bier, um Ängste in der Bevölkerung zu schüren. Dieses Vorgehen und die damit verbundene Desinformation der Öffentlichkeit verurteilen wir scharf.

Wie für alle Pflanzenschutzmittel gibt es auch für Glyphosat in Gerste einen europaweit gültigen gesetzlichen Höchstwert und dieser wird zuverlässig kontrolliert. Der Deutsche Brauer-Bund unterhält zu diesem Zweck ein eigenes Rückstandsmonitoring, innerhalb dessen das zum Brauen verwendete Malz auf Pflanzenschutzmittel, darunter Glyphosat, kontrolliert wird. Innerhalb dieses Monitorings wird kontinuierlich und systematisch eine repräsentative Auswahl der in den Brauereien verarbeiteten Malze beprobt und in unterschiedlichen unabhängigen Labors analysiert. Bei den allermeisten dieser Untersuchungen lässt sich überhaupt kein Glyphosat im Malz nachweisen. Wenn, was äußerst selten vorkommt, geringe Spuren gefunden werden, liegen deren Gehalte um den Faktor 100 unter dem Grenzwert.

Vor dem Hintergrund des europaweit gültigen ADI-Werts von 0,3 mg pro Kilogramm Körpergewicht für die gesundheitlich unbedenkliche tägliche Menge für Glyphosat, müsste ein Erwachsener an einem Tag ungefähr 1.000 Liter Bier trinken, um gesundheitlich bedenkliche Mengen an Glyphosat aufzunehmen. Diese Einschätzung vertritt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer unabhängigen Bewertung, derzufolge für den vorliegenden Fall eine gesundheitliche Gefährdung ausgeschlossen werden kann (siehe Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.bfr.bund.de).

Wider besseres Wissen sprechen die Organisatoren der Kampagne von einer „gesundheitsschädigenden Wirkung selbst in kleinsten Mengen“ und diffamieren unsere Produkte. Auch das dargestellte „Ranking“ der Biere ist absolut unseriös, stellt doch das sogenannte „Umweltinstitut“ selbst fest, dass der Test nur auf einer „kleinen Anzahl von Proben“ beruht und „keine generelle Aussage über die Belastung des Bieres einer bestimmten Marke“ zulässt.

Zusammenfassend ist festzustellen,

  • dass Glyphosat als seit Jahrzehnten zugelassener und am häufigsten eingesetzter Wirkstoff in der Landwirtschaft Europas weit verbreitet ist,
  • dass Rückstände auf Agrarprodukten und Lebensmitteln somit erwartbar sind und
  • dass die in der vorliegenden Untersuchung angeblich nachgewiesenen Mengen, die wir auch wegen der unklaren Analytik anzweifeln, gesundheitlich unbedenklich sind.

Wir bedanken uns für Ihr Interesse und stehen bei Rückfragen jederzeit zur Verfügung.

Gerne halten wir Sie über die weiteren Schritte informiert.