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Der Aufschwung

Die Sünner Brauerei an der Kalker Hauptstraße um 1900
Die Sünner Brauerei an der Kalker Hauptstraße
um 1900

Nach den Kriegen 1864/66 und 1870/71 nahm das Geschäft einen solchen Aufschwung, dass Vergrößerungen der maschinellen Einrichtungen und Kellereien notwendig wurden. Christian Sünner wurde dabei von seinen vier Söhnen, Christian junior, Albert, Franz und Karl, tatkräftig unterstützt.

Als 1872 Christian Sünner senior starb, ging die technische Leitung der Brauerei auf den ältesten Sohn Christian über, während dessen Bruder Karl ab Ende 1872 seine Kenntnisse in den großen Brauereien Norddeutschlands, in Dresden, Leipzig, Berlin und Hamburg erweiterte.

Karl Sünner arbeitete in diesen Jahren außerdem auch in großen österreichischen Brauereien in Pilsen und Wien. Er kehrte 1876, reich an neuem Wissen, in die Sünner-Brauerei zurück.

Moderne Technik hielt Einzug in die Brauerei
Moderne Technik hielt Einzug
in die Brauerei

Im Gegensatz zu dem bisher in Köln allgemein gebrauten obergärigen Bier, wurde nun von Christian junior und Karl Sünner erstmalig ein untergäriges Lagerbier nach bayrischer Art hergestellt, das sich beim Publikum sehr gut einführte und den Ruf des "Sünner-Bräus" begründete. In eisarmen Wintern machte die für den Sommer nötige Kühlung der Keller und des Bieres dem Brauer die größten Sorgen. Unter der weit blickenden Leitung von Karl Sünner und seiner Brüder Albert und Franz wurde nach dem Tode des ältesten Bruders Christian im Jahre 1888 bei einer abermaligen Vergrößerung auch eine Eismaschine aufgestellt.

Gleichzeitig wurde ein Doppel-Sudwerk errichtet, das eine Jahresleistung von ca. 70.000 hl Bier produzieren konnte. Zwei Dampfmaschinen von zusammen 230 PS lieferten Energie für die vielen elektrischen Aggregate.

Mit der 1896 erfolgten letzten Erweiterung der Kellereien gelangte die Brauerei bezüglich der Leistungsfähigkeit mit an die Spitze der Kölner Brauindustrie.

Innenansicht des neuen Sünner Sudhauses
Innenansicht des neuen
Sünner Sudhauses

Ab 1900 lag die Leitung des Unternehmens in den Händen der dritten Sünner-Generation. Die Brauerei Gebr. Sünner wurde nach dem Ersten Weltkrieg in eine Kommandit-Gesellschaft umgewandelt, mit den persönlich haftenden Teilhabern Albert, Dr. Alexander, Ernst und Christian Sünner. In der Zeit nach 1918 hatte man auch die - infolge der kriegsbedingten Rohstoffknappheit stillgelegte Brennerei - wieder in Betrieb genommen. Diese stellte einen echten Kornbranntwein aus Roggen und Malz her, eine besondere Spezialität der Brennerei Gebr. Sünner.

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