
Ursprünglich als Eis-Keller genutzt, um die Biere während der heißen Sommermonate kühl zu lagern, wurden die teilweise sieben Meter hohen Gewölbe nach Erfindung der Kühlmaschine Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr benötigt und gerieten nahezu in Vergessenheit.
Die geschäftsführende Gesellschafterin Astrid Schmitz-Du Mont: "Auf der Suche nach einer wetterfesten angeschlossenen Gastronomie sind wir dann irgendwann wieder auf diese riesigen Räume gestoßen und haben Sie als Gastronomie, für Veranstaltungen und Kultur rund um das Thema Kölsch ausgebaut. Seit Jahren wurden wir immer wieder gefragt, ob man diese schöne Brauerei nicht auch besichtigen könne. Nun bieten wir erstmals als einzige Brauerei in Köln auch professionelle Besichtigungen an, bei dem das Bier-Erlebnis mit allen Sinnen im Vordergrund steht. So kann man ein Kölsch-Diplom erwerben, probiert sich durch den Lagerkeller und kann den Brauprozess von den Rohstoffen, bis zum leckeren Endprodukt begleiten. Der Ausklang dieser Erlebnisreise durch die Brauerei und Brennerei und eine ausgiebige Verkostung mit kölschen Spezialitäten, findet dann hier im Sünner-Keller statt. Wir rechnen hier mit ca. 10.000 Besuchern im Jahr. Gerade die Touristen aus dem Ausland sind sehr an deutschem Bier interessiert und da Köln die einzige Stadt ist, die mit Kölsch eine eigene geschützte Biersorte hat, darf hier eigentlich ein entsprechendes Angebot nicht fehlen. Deshalb bieten wir die Brauereibesichtigungen auch in englischer Sprache an.
Als Familienbrauerei Sünner setzen wir somit ein weiteres positives Signal für den bereits begonnen Strukturwandel im Stadtteil Kalk."
Weiterhin sind über die neu gegründete Sünner Gastronomie Gesellschaft auch Open-Air Veranstaltungen in Planung. "Im angrenzenden Sünner - Park sollen zukünftig z.B. Hochzeiten oder Picknick für jedermann stattfinden. Wir prüfen auch die Möglichkeiten für ein Open-Air Kino in 2010", so der Sünner-Geschäftsführer Eberhard Fischer.
Alles in allem: Viel Neues aus der ältesten und bestimmt auch schönsten Brauerei Kölns und wahrlich eine positive Aufbruchsstimmung bei Sünner.